Micro Timeout – Kurze Pausen der Achtsamkeit

Micro-Timeouts

Kurze Auszeiten tun jedem gut. Oft liest man im Netz, auf Wellness-Seiten u.ä., man solle sich doch mal eine Auszeit nehmen, um danach wieder regeneriert und leistungsfähig zurück in den Alttag gehen zu können. Allerdings ist mit diesen Auszeiten oft gemeint, sich für ein paar Tage aus dem normalen Leben zurückzunehmen, am besten noch in ein überteuertes Wellness-Hotel einchecken und die Seele baumeln lassen.

Ja klar, das würden wohl die meisten Menschen gerne öfter machen. Nur wer hat die Zeit und das nötige Kleingeld, sich regelmäßig so lange Auszeiten zu nehmen? Was mache ich mit meinen Kinder, meinem Job, meiner Familie und anderen Verpflichtungen während dieser Zeit?

Genau hier setzen die sog. micro-timeouts an. Gemeint sind kurze Momente, in denen man sich bewusst heraus nimmt aus dem Alltagsgeschehen, sich bewusst kurz ent-schleunigt.

Kurz bedeutet hier höchstens 10 Minuten! 10 Minuten, die man sich bewusst Zeit nimmt. Dabei ist es jedem selbst überlassen, wie er die 10 achtsamen Minuten verbringt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Vielleicht sind es Übungen aus unserem Wochenprogramm, wie die “10 Sekunden des Glücks” aus Woche 23. oder “der unzerstörbare Atem von Hingabe und Mitgefühl” aus Woche 11. Vielleicht haben Sie in unserem Test “Welcher Entspannungs-Typ bin ich” herausgefunden, Sie sind ein High-Performer und können gut von Apps profitieren, die Sie an die Zeit zum Entspannen erinnern und Sie durch kurze Meditationen führt. So können Sie beispielsweise in unserem Shop aktuell kostenlose 360°-Entspannungsvideos dowloaden, oder mit Apps wie Headspace

 Ihre 10 Minuten Auszeit nehmen und durch Meditationen und Achtsamkeitsübungen geführt werden. Dabei sind Sie sogar in guter Gesellschaft. Sogar Harry Potter Darstellerin Emma Watson schwört auf diese Art der Entspannung.

In diesem Sinn

Viel Spaß beim Eueren Micro-Timeouts

Wer sind wir und warum haben wir diesem Blog gemacht?

Relax your way

Wer sind wir und warum haben wir diesem Blog gemacht?

Wir sind zwei klinische Psychologen und wollen mit diesem Blog über die Vielfältigkeit von Entspannungsübungen und deren Einsatz informieren. Im Laufe unserer Arbeit als Psychologen haben wir in Betrieben, Reha-Kliniken und Psychiatrien viele Erfahrungen gesammelt. Eine Gemeinsamkeit war dabei immer deutlich: Viele Mitarbeiter, Patienten und Kollegen fühlen sich überlastet und ausgebrannt. Sie suchen nach Entspannungsübungen, die Ihnen helfen beispielsweise am Abend nach der Arbeit zur Ruhe zu kommen, oder um während hitzigen Gesprächen einen kühlen Kopf zu bewahren. Häufig scheitert so eine Suche bereits in den Anfängen, da nach wenigen Versuchen häufig resignierend festgestellt wird:

“Die Übung XY mag ja bei dir gut funktionieren, bei mir hilft sie leider rein gar nicht. Im Gegenteil, ich bin danach eher noch geladen weil die Übung mich nervt.”

Dabei wird häufig vergessen, dass nicht jede Entspannungsübung für jeden Menschen gleichermaßen nutzbringend ist.

Ein Beispiel: Ein Patient erzählt, dass er sich immer gut während der Arbeit im Garten entspannen konnte. Aufgrund einer körperlichen Erkrankung ist dies jetzt aber leider nicht mehr möglich. Seit dem habe er auch starke Probleme mit dem Einschlafen und fühle sich nicht ausgelastet. Die Erfahrung zeigt, die Wahrscheinlichkeit, dass sich solch ein Patient auf eine Meditation oder Autogenes Training einlassen kann ist eher gering. Viel besser sollte eine körperbetonte Form der Entspannung wie die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson in diesem Fall passen.

Um eine grobe Richtlinie für sich zu finden, welcher Entspannungstyp man ist haben wir den Test auf dieser Seite entwickelt. Mit unserem 52-Wochenprogramm der Entspannung lernen Sie jede Woche eine neue Entspannungsübung kennen. Dabei werden Sie feststellen, wie unterschiedlich diese Übungen bei Ihnen wirken und hoffentlich auch einige hilfreiche Übungen für sich finden, ganz nach unserem Motto: “Relax your way”.

 

 

M.Sc. Psych. Michael Knodt

Studium der Psychologie (Master of Science) mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie und Arbeits- und Organisationspsychologie. Seit 2012 in der neuropsychologischen Rehabilitation tätig. Seit 2016 Doktorand und Psychologischer Psychotherapeut i.A.

Forschungsschwerpunkte: Mensch-Maschine-Kommunikation, Intervention bei neuropsychologischen Störungen mit Hilfe virtueller Realitäten.

 

Dipl. Psych. Dr. phil. Günter Neumann

Staatlich examinierten Krankenpfleger. Studium der Psychologie (Dipl.-Psych.) mit den Schwerpunkten Klinische Psychologie und Klinische Neuropsychologie. Seit 2005 tätig als Psychologe in einer neurologischen Rehabilitationsklinik. Weiterbildung zum Klinischen Neuropsychologen (GNP). Promotion mit dem Thema zerebrale Sehstörungen. Jahresausbildung in gewaltfreier Kommunikation. Deeskalationstrainer ProDeMa.

Aktueller Forschungsschwerpunkt: Therapeutische Interventionen bei neuropsychologischen Störungen.

 

Eines ist uns noch wichtig:

Menschen die unter Depressionen, Ängsten, Zwängen, oder Psychosen leiden sollten generell dringend einen Arzt und psychologischen Psychotherapeuten aufsuchen und nicht alleine auf Entspannungsübungen setzen. Ebenso sollten Menschen die unter Hypotonie (zu niedrigem Blutdruck) leiden Entspannungsübungen nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen.