Autogenes Training

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Autogenes Training

Der Berliner Arzt Dr. Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelte 1926 im Rahmen seiner Forschung zur Hypnose das Verfahren Autogenes Training. Schon zu den Lebzeiten des Erfinders war das Autogene Training eines der verbreitetsten Entspannungsverfahren mit dem Ziel zu mehr Gelassenheit, Leistungsfähigkeit und Entspannung zu verhelfen.

Wie bei den meisten Entspannungsübungen ist es auch bei dem Autogenen Training wichtig, es regelmäßig zu üben. Nur so kann sich auch ein Effekt einstellen. Häufig berichten Menschen die autogenes Training probiert haben, sie würden dabei einschlafen. Dies würde sie zwar auch entspannen, aber einen wirklichen Effekt spüren sie nicht. Das liegt daran, dass bei autogenem Training, ebAutogenes Trainingenso wie bei Mediation es nicht das Ziel ist einzuschlafen. Neurophysiologisch ist es das Ziel, dass das Gehirn sog. Alphawellen produziert. Deren Frequenzbereich liegt zwischen 7.5 – 12.5 Hz. In diesem Bereich sind der Körper und der Geist entspannt.

Die Entspannungsübung kann im Liegen und im Sitzen durchgeführt werden. Für Menschen die im Nacken verspannt sind, oder leicht zu Nackenverspannungen neigen, empfiehlt sich die Übungen im Liegen, oder in einem Sessel mit Kopfstütze durchzuführen. Viele Menschen machen das Autogene Training aber auch im Sitzen in der sogenannten Droschkenkutscherhaltung. Dabei lässt man den Kopf bequem nach vorne fallen. Häufig berichten Anwender, dass die Körperhaltung nach einiger Zeit des Übens immer unwichtiger wird und das angenehme Entspannungsgefühl in jeder Position schnell erreichbar wird.

Das Autogene Training baut sich auf 7 Übungen der Entspannung auf:

  1. Die Ruhe-Übung (nicht in allen Versionen des autogenen Trainings dabei, aber durchaus empfehlenswert für Anfänger)
  2. Die Schwere-Übung (Entspannung der Muskulatur)
  3. Die Wärme-Übung (Entspannung der Gefäße)
  4. Die Atem-Übung (Gleichmäßige und ruhige Atmung)
  5. Die Herz-Übung (Ruhiger, regelmäßiger Herzschlag)
  6. Die Leib-Übung (Wärme und Entspannung im Solarplexus (Sonnengeflecht)
  7. Die Stirn-Übung (Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit im Kopf)

Für Anfänger kann es sinnvoll sein, zunächst die Ruhe-Übung zu erlernen und erst wenn man sich mit dieser sicher fühlt sich sukzessiv vorzuarbeiten.